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Microsoft verdient mehr mit Klagen gegen Android, als mit eigenen Windows Phones

Dass sich die Großkonzerne untereinander gerne und regelmäßig verklagen, ist nichts neues. So verklagte Microsoft jüngst den Smartphonehersteller HTC, weil der sich für Android entschied, dabei aber angeblich ein paar Patente aus Redmond verletzt haben soll.

Zur Strafe muss HTC nun 5 Dollar pro verkauftem Android-Smartphone an Microsoft bezahlen. Bislang waren das rund 30 Millionen Stück. Microsoft wird sich also über einen 150 Millionen Dollar schweren Scheck freuen.

Pikant ist dabei, dass Microsoft an seinem eigenen Betriebssystem "Windows Phone" deutlich weniger verdient. Pro verkauftem Windows-Phone schätzt man eine Lizenzgebühr von etwa 15 Dollar, Bislang wurden aber nur rund 2 Millionen Smartphones mit Microsofts Windows Phone verkauft. Insgesamt also ein Verdienst von gerade einmal 30 Millionen Dollar.

Unterm Strich sahnt Microsoft also ein vielfaches seines eigenen Gewinnes dadurch ab, dass Smartphone-Hersteller die Produkte dritter verkaufen. Das hat auch einen äußerst angenehmen Nebeneffekt: Um Vertrieb, Support, Updates oder sonstige Risiken muss Microsoft sich ja ebenfalls nicht kümmern.

Dass sich künftig auch andere Hersteller auf deftige Klagen freuen dürfen, ist angesichts so leicht verdienten Geldes durchaus verständlich.

30.5.2011



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