Während andere Hersteller wie Samsung, LG oder HTC an immer neueren Funktionen, immer schnelleren Prozessoren und mit immer anderen Betriebssystemen herumspielten, fiel der Marktanteil Nokias stetig ab. Auch Nokias Smartphones der letzten wenigen Jahre konnten nicht mehr helfen.
Nun ist es soweit: Nokia ist sowohl bei den Handys als auch bei den Smartphones nicht mehr Marktführer in Westeuropa und hat seinen Spitzenplatz an Samsung (im Bereich der Handys) und Apple (bei Smartphones) abgetreten.
Erst vor kurzem kündigten Nokia und Microsoft eine enge Zusammenarbeit an. Künftig sollen Nokia-Smartphones mit dem Microsoft Betriebssystem Windows Phone ausgeliefert werden. Doch nicht nur Nokia hat in den letzten Jahren ordentlich Federn gelassen - auch Microsoft konnte sich nie wirklich im Handymarkt behaupten. Mit dem Betriebssystem "Windows Phone 7" soll dies zwar alles anders werden, ob dies jedoch gelingt, mag zu bezweifeln sein.
Windows Phone legt den Handyherstellern strengste Hardware-Vorgaben auf, damit es überhaupt benutzt werden kann und darf. So muss jedes Windows Smartphone einen Touchscreen mit 800*480 Pixeln Auflösung haben, eine 5 Megapixel-Kamera, GPS und die gleichen Bedienelemente. Selbst der 1 GHz-Prozessor ist Pflicht.
Dass es angesichts dieser strengen Vorgaben kaum zu abwechslungsreichen Modellen kommen wird, liegt auf der Handy. Platz für Individualität gibt es praktisch nur noch in der Gehäuseform. Genau diesem Einheitsbrei hat sich Nokia aber künftig verschrieben. Microsoft hat bereits angekündigt, seine Vorgaben etwas zu lockern, viel wird hier aber nicht zu erwarten sein. Insofern bleibt nur zu hoffen, dass Nokia nicht zu weit abfällt und auch weiterhin mit ordentlicher Qualität überzeugen kann.
