Auffälligkeiten gab es bereits bei der Auswahl des Testfelds: Keiner der bekannten Handyhersteller hat ein entsprechendes Gerät im Programm. Unter der Hand heißt es, dass Senioren-Handys nicht zum Markenimage passen - eine sichere Handybedienung scheint noch kein Verkaufsargument zu sein.
Bei diesem COMPUTERBILD-Test waren vor allem zwei Faktoren ausschlaggebend: Lassen sich die Geräte einfach bedienen und zeigen sie Schwächen beim Telefonieren? Ersteres ist bei allen garantiert: Alle Handys haben eine Tastatur mit großen, deutlich getrennten Tasten, die Menschen mit schlechterem Sehvermögen fehlerfrei bedienen können. Von den acht getesteten Geräten erhielt jedoch nur das Doro Phone Easy 338 für 110 Euro die Note "gut". Es punktet zusätzlich zur groß beschrifteten Tastatur mit einer übersichtlichen Menüstruktur, sehr guten Notruffunktionen und Extra-Tasten, mit denen sich wichtige Rufnummern mit nur einem Tastendruck wählen lassen. Alle anderen Testkandidaten schnitten im Endergebnis mit "befriedigend" ab.
Beim Telefonieren zeigten die einfach zu bedienenden Handys kaum Schwächen - mit zwei Ausnahmen: Ältere Menschen, die schlecht hören, brauchen Handys, die beim Anruf nicht nur klingeln, sondern sich auch optisch bemerkbar machen. Mit dem Medion SP1200 (89 Euro) und dem Hagenuk Fono 3 (100 Euro) funktioniert das nicht. Sie zeigen eingehende Anrufe - im Gegensatz zu den anderen Testkandidaten - nicht optisch an, beispielsweise durch eine blinkende Leuchte am Bildschirm.
In den Läden der Mobilfunkbetreiber sind die besonderen Mobiltelefone noch Mangelware. Die getesteten Geräte sind vorwiegend in Internetläden erhältlich. Lediglich Geräte von emporia gibt es bei T-Mobile, E-Plus und The Phonehouse mit Mobilfunk-Vertrag zu kaufen.


















