29.08.2008 Um den hohen Handykosten im Ausland
entgegenzuwirken, hat die EU-Kommission die Preise für
Handy-Telefonate innerhalb des europäischen Auslands bereits im
Sommer 2007 reguliert. "Gemäß EU-Verordnung müssen die
Mobilfunkanbieter am 30. August 2008, die Preise für
Gespräche im EU-Ausland erneut senken. Inklusiv deutscher
Mehrwertsteuer sind abgehende Gespräche dann mit höchstens 54 Cent
pro Minute 4 Cent günstiger als zuvor. Ankommende Anrufe kosten mit maximal 26 Cent pro Minute 2 Cent weniger", sagt Bettina Seute vom
Onlinemagazin www.teltarif.de. Im Herbst 2009 steht eine dritte
Senkung an. Für Urlauber in Nicht-EU-Ländern, wie etwa
Schweiz oder
Türkei, gelten allerdings mitunter weitaus höhere Preise, da es für
diese Ziele keine Regulierung gibt. Ebenso greift die Beschränkung
bis jetzt nur bei den reinen Gesprächspreisen, nicht jedoch bei
mobilen Daten oder SMS. Auf Grund der sehr hohen Preise in diesen
Bereichen ist eine Regulierung bereits in der Diskussion.
"Die neuen Höchstpreise für Handygespräche im EU-Ausland gelten
unabhängig vom Anbieter automatisch für alle Verbraucher, die keine
spezielle Option für Gespräche im Ausland gebucht haben", so Seute.
Zudem spielt es keine Rolle, ob jemand Vertrags- oder Prepaidkunde
ist. Wer allerdings eine Roaming-Option wie das Reiseversprechen von
Vodafone oder den Reisevorteil von E-Plus nutzt und zum
EU-Preismodell wechseln möchte, muss die Umstellung in Auftrag geben.
Sinnvoll ist das mitunter für Nutzer der EU-Option von o2, die leicht
mit dem EU-Tarif verwechselt werden kann. Diese Option lohnt sich nur
noch für diejenigen, die häufig in der Türkei sind.
"Die Netzbetreiber stellen zum größten Teil erst exakt zum
vorgegebenen Termin, am Samstag 30. August, ihre Preise um. Bei
einigen Anbietern konnten die Kunden schon vorher von den günstigeren
Preisen profitieren", sagt Bettina Seute abschließend.