Standortbezogene Dienstleistungen basieren auf der geografischen Position des Nutzers und ermöglichen beispielsweise den Einsatz von Navigationssystemen, Kartenmaterial oder speziellen Informations- und Buchungsangeboten in der Umgebung des Reisenden. Die repräsentative Umfrage wurde vom internationalen Meinungsforschungsinstitut IPSOS durchgeführt.
Vor allem unkalkulierbare Roaming-Kosten halten Reisende jedoch von der Nutzung der Dienste im Urlaub ab. Insgesamt 66 Prozent der Befragten (alle Länder kumuliert) gaben an, dass diese Nutzungskosten im Ausland den Ausschlag geben, standortbezogene Dienstleistungen im Urlaub nicht zu nutzen. Bei 55 Prozent der Befragten mangelte es am geeigneten Gerät, um diese Angebote überhaupt in Anspruch nehmen zu können. Dieses sei in der Anschaffung zu teuer, so dass sie bislang keines besäßen. 41 Prozent äußerten Datenschutz-Bedenken und wollten deshalb auf stand ortbezogene Dienste im Ausland verzichten.
Interessant ist, dass die Einstellung zur Nutzung moderner Technik, des Internets und mobiler Endgeräte in allen Ländern sehr positiv ist und die Nutzungsmöglichkeiten vom Desktop auf das Mobilgerät übertragen werden und somit gelernt sind. Die Studie zeigt allerdings, dass die Nutzung von Smartphones im Urlaub stark kostenabhängig ist und nicht am fehlenden Angebot von Reise- Applikationen scheitert.
Der Blick auf einige europäische Länder offenbart nationale Unterschiede: Für die Mehrzahl der deutschen Befragten (68 Prozent) waren die Roaming-Kosten der wichtigste Grund, standortbezogene Dienstleistungen im Ausland nicht zu nutzen. Rund 70 Prozent der befragten Männer und 67 Prozent der befragten Frauen verzichteten aufgrund der Kosten auf den Smartphone-Einsatz. Bei beiden Geschlechtern folgten auf dem zweiten Platz mit 50 Prozent Sorgen über die Datensicherheit, danach die teuren Anschaffungskosten für ein geeignetes Gerät.
