Im Rahmen des Titelthemas "Giacomo Casanova - Das aufregende Leben des berühmten Liebhabers aus Venedig" ist man sich in der Frage einig, welcher bekannte Prominente am ehesten einen "würdigen Erben Casanovas" darstellt: George Clooney führt die Liste der zehn vorgegebenen Männer mit 52 Prozent an. Noch deutlicher ist das Ergebnis bei Frauen (58 %). Innerhalb der Altersgruppen liegt Clooney besonders bei den Jüngeren zwischen 18 und 29 Jahren (61 %) vorne. Knapp dahinter liegt der ehemalige James Bond-Darsteller Sean Connery mit 48 Prozent, und jeder Dritte sieht in Brad Pitt einen "würdigen Erben Casanovas". Erhebliche Altersunterschiede zeigen sich bei Gunter Sachs: Nur 5 Prozent der 18- bis 29-Jährigen, die ihn kennen, würden ihn so bezeichnen, bei den über 59-Jährigen sind es hingegen 42 Prozent (gesamt 30 %). Ebenso bei Hugh Heffner: 40 Prozent der unter 30-Jährigen sehen ihn in der Rolle des Casanova-Erbens (gesamt 29 %). Ein knappes Viertel (23 %) würde Jude Law diesen Titel verleihen, ein knappes Fünftel (18 %) dem italienischen Politiker Silvio Berlusconi. 14 Prozent finden die Bezeichnung für Dieter Bohlen passend. Die beiden letzten Plätze belegen die Sportler Boris Becker (10 %) und Lothar Matthäus (9 %).
Aber wie sieht es mit dem generellen Männerangebot in der Republik
aus? Dies ist vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen um
traditionelle Geschlechterrollen besonders interessant. Auf die
Frage, ob sich Frauen in Deutschland mehr Casanovas wünschen, wird
eher verhalten reagiert. Nur 8 Prozent der Frauen würden sich
wünschen, dass mehr Männer in Deutschland so ähnlich wären wie
Casanova, 82 Prozent haben diesen Wunsch nicht. Männer dagegen haben
schon eher den Traum, so ähnlich wie Casanova zu sein, nämlich 17
Prozent - allen voran die 30- bis 44-Jährigen (27 %). Im
Ost-West-Vergleich zeigen sich auch Unterschiede: So wünschen sich im
Osten deutlich mehr Frauen Casanovas (16 %) als im Westen (7 %).
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