"Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben..."
... prophezeite Rilke eins düster. Diese Angst haben jetzt viele Singles: "Aufgrund der verstärkten Produktion von Melatonin sind wir zu müde für große Aktivitäten", erläutert Single-Coach Lisa Fischbach. "Die Abende allein zu Hause machen Einsamkeit eher bewusst und bieten Raum für negative Grübeleien." Zudem schrumpfen die Kennenlernoptionen: Dicke Klamotten und Kälte wirken wenig flirtfördernd. Einzig im Internet geht es rund: "Im Herbst verzeichnen wir einen starken Anstieg der Anmeldungen", konstatiert ElitePartner-Geschäftsführer Dr. Jost Schwaner. "Im Herbst beginnt die Saison, den Höhepunkt erreicht sie Silvester."
Fünf Tipps gegen Wintimacy:
Soziale Kontakte: Der Austausch mit Freunden gibt Intimität, Vertrauen und das Gefühl, nicht allein zu sein.
Sport: Ob Joggen, Yoga, Schwimmen: Bei Bewegung produziert das Gehirn ein natürliches Antidepressivum.
Licht: Licht produziert Vitamine. Also: Mehr Lampen als nötig einschalten, Kerzen anzünden oder ausnahmsweise ins Solarium gehen.
Schokolade: Der geringe Lichteinfall mindert den für körperliches und seelisches Glück wichtigen Serotoninspiegel. Schokolade regt die Produktion des Botenstoffes an.
Partnersuche: Singles sollten die Hochsaison der Partnersuche nutzen und viel unterwegs sein, um potenzielle Kandidaten kennenzulernen. Internet, Partys, Ausstellungen: Hauptsache unter Leuten - da sich jetzt alle verlieben möchten, stehen die Chancen besonders gut.
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