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Thomas Gottschalk ist das Opfer von Berufskritikern

Thomas Gottschalk kann die Kritik an seiner Moderation nicht nachvollziehen: "Zwar werde ich laufend beschimpft - etwa für die Qualität meiner Interviews. Ihr Sinn ist aber nicht, meinen Gästen Geheimnisse zu entlocken, sondern eine gute Atmosphäre zu entwickeln, in der sich sowohl Gast als auch Zuschauer wohlfühlen. Also sage ich zum Gast: 'Setz dich, willst du Nüsse oder Kekse? Lass uns einen Typen reinholen, der einen Kürbis aushöhlt und damit über einen See paddelt!' Auch nutze ich die Zeit nicht, um mich weiblichen Gästen sexuell zu nähern und sie dann im unbeobachteten Moment zu vergewaltigen - was viele Kritiker befürchten. Ich bin einer, der Menschen, die er mag, immer irgendwann anfasst."

Gottschalk sieht sich als Opfer von "Berufskritikern", die ihn furchtbar finden. Diese Kritik koste ihn viel Kraft - obwohl es zu seinem Job gehöre, von fremden Leuten bewertet zu werden. Konstruktive Kritik hingegen genieße er, sie helfe ihm auch weiter. "Ich bin aber nicht mehr bereit, mich nach 20 Jahren in diesem Geschäft rechtfertigen zu müssen. Manchmal nervt mich auch die Rotznasigkeit jugendlicher Online-Journalisten, die alles wegbügeln wollen, was über 40 ist. Kürzlich hat bei ,Spiegel Online' eine Mitarbeiterin Madonna zur Sau gemacht und ihr geraten, in Rente zu gehen. Da setze ich gedanklich schon mal meinen Namen ein. An US-Zeitungsständen kann ich jedes Blättchen kaufen, ohne dass Negatives über mich drinsteht - ich komme darin überhaupt nicht vor."

Kritiker machen auch vor seiner Frau Thea nicht halt: "Bei der Opernpremiere in Bayreuth hatte meine Frau ein buntes Kleid von ALEXANDER McQueen an - das toll aussah. Die Frauen, die ihr dort begegneten, haben verkniffen die Zähne zusammengebissen, eine Zeitung schrieb, ein Papagei sei gelandet. Als sie später im gleichen Kleid zur Eröffnung der Opernsaison in L.A. erschien, machten ihr die anderen Frauen Komplimente, und Placido Domingo sagte: ,You look beautiful.' In der Zeitung stand gar nichts. Wo würden Sie lieber leben?"

Das ist nur ein Grund, warum Gottschalk seit 1987 in Los Angeles wohnt: "Ich habe lieber zweimal im Jahr Erdbeben als 50 Wochen Regen." Außerdem können seine Kinder dort ungestört aufwachsen: "Unsere Jungs können in Malibu in friedlicher Anonymität groß werden, statt eines dieser verkorksten Promikinder zu werden. Hier nützt ihnen der Name ihres Vaters nichts."


Quelle: TV digital



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