Abgeschlagen dagegen die ZDF-Show "Wetten dass..." vom 23.01., die es nicht schafft, die Twitter-Gemeinde zu mobilisieren. Trotz Einschaltquoten von über zehn Millionen und damit fast doppelt so vielen Zuschauern wie die am gleichen Tag ausgestrahlte Folge von DSDS sowie einer Sendelänge von fast vier Stunden gab es lediglich 560 Kommentatoren (DSDS=940). Weitere Sendungen, die intensiv auf Twitter besprochen werden, sind u.a. "Big Brother", "Die Simpsons" und "Wer wird Millionär".
Zusätzlich zu den quantitativen Zahlen wurden auch positive sowie negative Kommentare ausgewertet und daraus der so genannte "Sentiment-Faktor" gebildet. Daraus lassen sich für TV-Sender direkte Rückschlüsse ziehen, wie die Sendung beim Publikum ankommt.
"Der quantitativen Einschaltquote stellen wir eine qualitative Real-Time-Quote zur Seite", so Andreas Quest, Managing Director bei X-Ray. "Die Fernsehsender erhalten so einen relevanten Insight zu Nutzungsverhalten und Meinung Ihrer aktiven Zuschauer."
Fazit:
- Twitter ist ein Impulsmedium, bei dem die Nutzer ungefiltert und spontan kommentieren
- Fernsehsender nutzen das Potenzial zur Involvierung und Aktivierung der Zuschauer nicht aus
- Pause im Programm heißt auch Pause beim Zuschauer: Sender verhindern durch ihre Passivität, dass die Zuschauer während der Werbung dranbleiben
- Das direkte und unmittelbare Feedback ermöglicht Fernsehsendern qualitative Insights über ihre Zielgruppe
- Fernsehzuschauer sind aktiv ("lean-forward"), und zwar unabhängig von Show, Serie und Spielfilm
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