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Von der Datensammelwut der Unternehmen

"Ich habe nichts zu verbergen", sagen viele beim Thema Datenschutz. Doch das ist leichtsinnig, denn weltweit sammeln Unternehmen pausenlos unsere Daten, analysieren sie und verkaufen sie weiter. Big Data heißt das Phänomen, bei dem es längst nicht mehr nur um personalisierte Werbung geht. Die Firmen interessieren sich beispielsweise auch für den Gesundheitszustand und die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden, schreibt das Computermagazinc"t in seiner aktuellen Ausgabe 1/17.

Jeder Mensch, der online aktiv ist, hinterlässt täglich Dutzende Spuren: Jeder Zahlvorgang im Web, jede Suchanfrage, jedes Posting in sozialen Netzen wird von Unternehmen registriert. Big Data bedeutet dabei nicht nur, möglichst viele Daten zu sammeln. Gerade in den USA verkaufen die Hersteller sehr bereitwillig solche Daten, die in anderen Datenbanken landen und dann wieder mit Informationen aus ganz anderer Ecke fusioniert werden. Das kriegen wir gar nicht mit. Doch so entstehen Profile mit Daten von uns, die wir eigentlich getrennt halten wollten.

Das kann unter Umständen ernste Folgen haben. So wurde in den USA der Fall eines Kreditkartenunternehmens bekannt, das Kunden das Limit kürzte, die eine Paartherapie mit ihrer Kreditkarte bezahlt hatten. Man habe festgestellt, dass Menschen, die wegen einer Ehekrise eine Paartherapie brauchen, mit hoher Wahrscheinlichkeit später einen Kreditausfall haben oder zumindest finanziell stark belastet seien.

Zwar verhindern strengere Datenschutzbestimmungen in der EU bei uns bisher solche Auswüchse. Trotzdem sollte jeder in seinem persönlichen Verhalten darauf achten, nicht allzu sorglos mit seinen Daten umzugehen. Nicht alle Dateien von Smartphone oder Computer müssen automatisch in einer Cloud landen.


Quelle: Heise Medien Gruppe GmbH & Co KG
2.1.2017



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