Mit dem Handy auf den Philippinen

Wie in vielen asiatischen Ländern, so sollte man sich auch auf den Philippinen von seiner heimischen SIM-Karte verabschieden und kurzerhand eine philippinische Prepaid-Karte kaufen. Tut man dies nicht und verlässt sich statt dessen auf deutsche Netzbetreiber wie T-Mobile oder Vodafone, werden für ein Gespräch von den Philippinen nach Deutschland schnell 3 Euro und mehr pro Minute berechnet. Ebenfalls horrende Preise von über 1,50 Euro werden für ankommende Gespräche verlangt.

Philippinische Prepaid-Karten

Die beiden marktführenden Mobilfunkanbieter auf den Philippinen sind Smart und Globe. Wer thailändische Verhältnisse gewohnt ist, wird auch hier noch nicht so richtig glücklich werden, doch Gespräche nach Deutschland kosten mit diesen beiden Anbietern immerhin nur noch 15-25 Peso/Minute (22-35 Cent) und 15 Peso pro SMS (22 Cent). Ankommende Telefonate sind dann selbstverständlich kostenlos. Inländische Telefonate sind mit 6-8 Peso pro Minute (9-12 Cent) vergleichsweise günstig.

Lediglich der Anrufer aus der Heimat muss dann noch die neue philippinische Handynummer wissen. Angesichts der Einsparungen gegenüber dem kostenintensiven Roaming lohnt sich aber selbst hier noch die permanente Anruf-Weiterleitung: Man stellt sein Telefon zuhause über einen der zahlreichen VoIP- oder Call-by-Call Anbieter auf die neu erstandene Smart- oder Globe-Karte um und zahlt in der Regel nicht mehr als moderate 9 Cent/Minute.

Die Prepaid-Karten gibt es in jedem noch so kleinen Supermarkt im ganzen Land oder direkt auf der Straße. Die Karte selbst kostet in der Regel 30-60 PHP und wird dann nochmal mit einem Gesprächsguthaben aufgeladen. Lädt man sein Handy gleich um 300 PHP oder mehr auf, erhält man obendrein meist ein kostenloses SMS-Kontingent, das aber leider nur für den Gebrauch innerhalb der philippinischen Netze vorgesehen ist.

Wer später sein Handy nachladen will kann dies im Grunde überall tun. Gebräuchlich sind hierzu die überall bekannten Refill-Cards im Scheckkarten-Format. Selbst bei nicht offiziell authorisierten Stellen wie Hotels und kleineren Straßenständen hilft das Personal gerne weiter und transferiert vom eigenen Handy den gewünschten Betrag. Die Kosten dafür liegen in solchen Fällen i.d.R. 10% über dem erhaltenen Guthaben. Dies ist übrigens keine Gefälligkeit, sondern beinahe Teil des normalen Geschäfts. Die dazu verwendeten Handys werden genau zu diesem Zweck regelmäßig mit mehreren 1000 Peso aufgeladen, um das Guthaben mit einem kleinen Gewinn weiterzuverkaufen.

Den aus Deutschland bekannten Aufwand mit Registrierung und Wartezeit bis zur Freischaltung spart man sich in Asien gänzlich. Ebenfalls anders als in Deutschland sind die Verfallszeiten der SIM-Karten: Ein Gesprächsguthaben muss innerhalb von 2 Monaten aufgebraucht werden, sonst verfällt es. Wird die SIM-Karte 6 Monate lang gar nicht mehr benutzt, so kann diese ungültig werden und man muss sich im nächsten Urlaub eine neue (mit neuer Nummer!) zulegen. Wir haben beim Anbieter Smart allerdings die Erfahrung gemacht, dass eine SIM-Karte auch ohne Aufladung noch über 1 Jahr lang benutzbar ist.

Technische Eigenheiten

Unsere europäischen Handys funktionieren auf den Philippinen einwandfrei, da wir die selben Mobilfunkfrequenzen benutzen. Bei teuren Handys sollte man allerdings beim Ladevorgang etwas acht geben: Aus der Steckdose kommt dort zwar auch 220 Volt, jedoch 60 anstatt 50 Hz. Bei längerem Betrieb des Ladegerätes kann es also ab und an mal zu Störungen kommen. Auch sehen die Steckdosen etwas anders aus und haben immer mal wieder andere Formate. Meist passen europäische Netzstecker auch in philippinische Steckdosen, darauf darf man sich aber nicht wirklich verlassen. Passende Adapter gibt es ab 50 Peso in den meisten Elektro-Geschäften.

Apropos Stromnetz: Auf den Philippinen gibt es massive Stromschwankungen! Um Spannungsspitzen zu filtern, kann man sich für rund 450 Peso ein Vorschaltgerät kaufen, mit dem diese Spannungsspitzen herausgefiltert werden (gibt es in jedem Computerladen). Verzichtet man auf dieses Gerät, so sollte man bei einem Stromausfall wenigstens den Netzstecker ziehen. Denn wenn danach der Strom wieder fließt, tut er das in den ersten Sekunden oftmals mit wesentlich mehr als 220 Volt.


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Stand: Dezember 2011


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Teil 1: Mit dem Handy auf den Philippinen
Teil 2: Smart Buddy Prepaid SIM-Card
Teil 3: Globe Prepaid SIM-Card



     
     


China-Handys»

Zuerst belächelt und dann ganz groß in Mode: Günstige Handys aus China müssen nicht unbedingt billige Kopien sein.

Optisch sehen sie zwar oftmals wie die westlichen Flaggschiffe aus, im inneren findet sich aber meist sehr ausgereifte Technik zu erstaunlichen Preisen.

Und zu kaufen gibt es sie auch hierzulande.

China-Handys