Roaming - Was ist das?

Nimmt man sein Handy mit ins Ausland, benötigt man auch dort einen Netzbetreiber, der das Telefonieren überhaupt ermöglicht. Heimische Netzbetreiber wie ePlus oder T-Mobile sind dort aber natürlich nicht ansässig. Statt dessen gibt es dort sogenannte "Roaming-Abkommen" mit den ausländischen Netzbetreibern.

Das Handy sucht sich automatisch ein neues Netz, wenn das alte nicht mehr verfügbar ist. Man erkennt dies auf dem Display: Wenn dort nicht mehr der Name des eigenen Netzbetreibers steht, sondern der eines anderen, hat sich das Handy ganz von alleine einen der Roaming-Partner gesucht und sich an dessen Netz angemeldet.

So kann man sich (rein theoretisch) gedankenlos durch die Welt bewegen und das Handy bietet stets die Möglichkeit, ein Telefonat zu führen oder eine SMS zu versenden. Das Handy verwendet also das Netz eines fremden Netzbetreibers und man telefoniert über diesen - das nennt sich Roaming.

Übrigens: Es gibt auch im Ausland Netzbetreiber mit den Namen "Vodafone" oder "T-Mobile". In der Tat gehören sie zu den gleichen Konzernen, wie die gleichnamigen Netzbetreiber hier in Deutschland - trotzdem sind dies ausländische Netzbetreiber und trotzdem fallen dort zusätzliche Kosten an. (Wo und unter welchen Namen der Vodafone-Konzern überall operiert, findet man hier.)

Das kostet aber mehr!

Das Netz eines ausländischen Netzbetreibers kann man meist nicht kostenlos benutzen. Er rechnet die angefallenen Verbindungskosten mit dem deutschen Netzbetreiber ab - und der berechnet sie an den Kunden weiter. Wie hoch diese Kosten sind, hängt aber immer vom jeweiligen Roaming-Abkommen ab. Preise von 1,49 Euro für eine simple SMS oder mehrere Euro pro gesprochener Minute sind dabei keine Seltenheit. Und das gilt nicht nur für Anrufe, die man selbst tätigt, sondern auch für ankommende Telefonate. Innerhalb der Europäischen Union sollen die zusätzlichen Roaming-Gebühren ab Ende 2015 entfallen. Wer aber in anderen Regionen der Welt unterwegs ist, wird weiterhin Roaming-Gebühren bezahlen müssen.

Beispiel:

    Sie haben einen deutschen Handyvertrag bei der T-Mobile und reisen nach Ungarn. Dort benutzen Sie als Roaming-Partner die ungarische "Vodafone", und telefonieren tagsüber für 0,87 Euro pro Minute nach Deutschland. Verwenden Sie statt dessen den Roaming-Partner "Westel", müssten Sie für dieselbe Minute immerhin 1,19 Euro berappen.

Informieren Sie sich also schon vor dem Urlaub, mit welchem ausländischen Netzbetreiber Sie am günstigsten nach Hause telefonieren können.


[le]



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