Handyortung - Funktion und Anwendung

Der Begriff der Handyortung ist seit Anfang 2008 in aller Munde und erlangt nicht zuletzt durch spitzfindige Schnüffelversuche immer mehr Bedeutung. Um eines gleich vorweg zu nehmen: Eine Handyortung ist ein technisch aufwendiges und rechtlich höchst brisantes Thema. Weder hier noch irgendwo sonst wird man diesen Service kostenlos bekommen, um Freunde und Bekannte auszuspähen.

Wie funktioniert die Handyortung?

Den Aufenthaltsort jedes eingeschalteten Handys kann man mit einer gewissen Ungenauigkeit feststellen. Das Handy hat einen permanenten Kontakt zum nächstgelegenen Funkmast. Der Netzanbieter weiß also ohnehin schon einmal die ungefähre Position, weil er ja weiß, an welchem seiner Funkmasten das Handy eingebucht ist. In Ballungsräumen stehen diese Masten oft nicht mehr als 200 Meter voneinander entfernt - in ländlichen Regionen hingegen kann ein einzelner Funkmast aber ein Areal von über 100 km² abdecken. Eine "genaue" Handyortung lässt sich damit also nicht durchführen.

Eine weitaus exaktere Methode mit einer Genauigkeit von bis zu 25 Metern ist das, was wir aus alten Spielfilmen unter einer Dreiecks-Peilung kennen. Hierzu wird zunächst von den 3 umliegenden Funkmasten eine Verbindung zum Handy aufgebaut. Jede einzelne dieser Antennen misst nun die Reaktionszeit und den Winkel. Aus den gesammelten Daten aller 3 Masten kann man nun die Position ziemlich genau bestimmen. Allerdings ist es für diesen Verbindungsaufbau nötig, dass sich das Handy selbst mit den Funkmasten unterhält. Um das zu erreichen, wird eine sog. "Silent SMS" (SMS ohne Inhalt, die aber nicht angezeigt wird) als Auslöser gesendet.





Location-based Services - Wozu braucht man das?

Außer den eigenen Partner hinterher zu spionieren gibt es in der Tat noch zahlreiche wirklich nützliche Anwendungen, die sich mit der Handyortung verbinden lassen.

Rechtliche Problematik

Im Falle nachgewiesener Gefahren oder Straftaten ist die rechtliche Grundlage für eine Handyortung zweifelsfrei gegeben. Bei allen privaten Anwendern allerdings ist die Gefahr des Ausschnüffelns sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Die eigenen Positionsdaten werden rechtlich zu den personenbezogenen Daten gezählt, dürfen also nicht einfach mal so erhoben oder gespeichert werden - und schon gar nicht ohne Einwilligung der betroffenen Person.

Die Folge daraus ist, dass man im Internet sicherlich zahlreiche Dienste findet, die eine Handyortung anbieten, diese aber nur dann funktioniert, wenn der Besitzer des Handys sich zuvor gegenüber eben jenem Anbieter identifiziert hat und zudem einer Ortung zustimmt. Ausnahmslos alle Anbieter, die etwas anderes versprechen, handeln entweder illegal oder werden dieses Versprechen nicht halten.

 
     
     

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