Billigvorwahlen für das Handy

Gerade bei teuren Gesprächen lohnen sich Billigvorwahlen schnell. Im Grunde ist das System einfach: Man ruft nicht direkt mit dem Handy für viel Geld den gewünschten Gesprächspartner an, sondern stattdessen einen anderen Dienstleister, der dann das Gespräch zu deutlich günstigeren Konditionen weitervermittelt. Diesen Dienst nennt man auch Call-Through und er ist im Gegensatz zu Call-by-Call von jedem Anschluss aus verfügbar.

Billigvorwahlen für Festnetz und Handy

Im Festnetz gibt es dies schon etwas länger: Dort wählt man i.d.R. die 01805-Nummer eines Call-Through-Services an, dem man die gewünschte Rufnummer mitteilt. Dann wird man mit dem Gesprächspartner verbunden. Bezahlt wird diese Verbindung dann über die etwas höheren Kosten, die man für die 01805-Servicenummer berappen muss. Von den 14 Cent pro Minute kommt etwa die Hälfte beim Call-Through-Anbieter an, der damit die Kosten für die eigentliche Verbindung bezahlt.

Ruft man nun allerdings eine 01805-Nummer vom Handy aus an, erhöhen sich die Kosten drastisch! So kostet jede angefangene Minute bis zu 42 Cent und schon ist der ganze Sparvorteil flöten. Der Anbieter bekommt deswegen aber nicht mehr Geld. Kurzum: Billigvorwahlen über Service-Rufnummern lohnen sicht nicht - und deswegen gibt es sie auch kaum.

Was also bleibt, sind kostenlose Einwahlnummern wie die 0800er oder reguläre Festnetznummern. In beiden Fällen verdient aber der Anbieter nichts am eingehenden Anruf, so dass derartige Billigvorwahlen immer an eine vorherige Anmeldung samt Einrichtung und Aufladung eines Kundenkontos gebunden sind. Jede Verbindung wird dann von diesem Kundenkonto abgezogen.

Größtes Sparpotential bei Auslandsgesprächen

Gerade die normalen Gesprächskosten vom deutschen Handy ins Ausland sind oftmals exorbitant. Im Moment kostet eine Minute von einem deutschen T-Mobile-Handy zu einem Handy in den USA 1,38 €. Bei den Prepaid-Discountern kostet dieselbe Minute oftmals über 1,80 €. Zum Vergleich: Mit dem Umweg über den Anbieter SparRuf zahlt man die eigenen Kosten zu einer deutschen Einwahlnummer (sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunknetz vorhanden) und zusätzlich lediglich 9 Cent für den Weg über den großen Teich. Wenn man nun noch Inklusivminuten oder gar eine Flatrate besitzt, erhöht sich der Sparfaktor ungemein.


Schlagzeilen



Die wichtigsten Anbieter von Billigvorwahlen

Zu den wichtigsten Anbietern gehören sicherlich KissTel und SparRuf. Aber die Liste wird immer länger und mittlerweile gibt es über ein dutzend weiterer Anbieter, die mit verschiedenen Preismodellen auf den Markt gehen. Bei der Auswahl des richtigen Anbieters sollte man nicht nur nach dem Minutenpreis gehen. Auch die Taktung, die Mindesthöhe oder das Verfallsdatum von Prepaid-Guthaben oder auch die Art der Einwahlnummer (Festnetz oder 0800) spielt eine Rolle.