Banken-Studie: Die App-Revolution kommt doch
Es hat einige Zeit gedauert, bis den Banken in Deutschland die Tragweite der zunehmenden mobilen Nutzung bewusst wurde. Schon heute ist etwa jedes zweite verkaufte Handy ein Smartphone. Bis 2016 werden diese mobilen Alleskönner einen Anteil von 72 Prozent an allen Mobiltelefonen haben. Im vergangenen Jahr beurteilten noch viele Banker die App-Möglichkeiten relativ verhalten. 80 Prozent glaubten an keine grundlegende Veränderung der Bankenwelt, sondern sahen in Apps eher einen neuen Kommunikationskanal. Inzwischen sind noch 15 Prozent sind dieser Meinung.
\"Smartphones und Tablet-PCs werden zu einer ähnlichen Veränderung führen wie einst das Internet mit seinen Möglichkeiten durch Online-Banking\", sagt Klaus Schilling von Steria Mummert Consulting. Um diesen Trend nicht zu verpassen, wollen 44 Prozent der Banken noch 2012 oder 2013 in konkrete App-Projekte investieren. Weitere 37 Prozent planen mittel- bis langfristig Investitionen in mobile Anwendungen für Smartphones.
Doch die Art der Projekte hat sich verschoben. Während viele Kreditinstitute in den vergangenen Jahren vor allem in spielerische Apps investiert haben, rücken jetzt Applikationen in den Fokus, die sich stärker am Nutzwert orientieren. Nur noch 32 Prozent statt wie im Vorjahr 42 Prozent wollen in Banking-Apps mit Zusatzservices investieren. Dagegen steigt die Zahl derjenigen, die Apps für Banktransaktionen entwickeln wollen auf 48 Prozent . Besonders die österreichischen Banken haben sich dieser Funktion verschrieben: 60 Prozent haben das Budget für Transaktions-Apps bereits fest eingeplant.