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Das Ende der SIM-Karte naht

Künftig sollen SIM-Karten nicht mehr gewechselt werden können, sondern jedes Handy soll eine programmierbare, fest verbaute eSIM enthalten. Einen einheitlichen Standard dafür will die Industrievereinigung der Mobilfunkbetreiber GSMA, die weltweit mehr als 800 Anbieter vertritt, im kommenden Monat vorlegen. Die großen Smartphone-Hersteller wollen in den kommenden Jahren komplett auf die eSIM umsteigen, schreibt das Computermagazin c"t.

Die fest verbaute SIM-Karte ist für die Smartphone-Hersteller interessant, weil die aufwendige und anfällige Mechanik für die Aufnahme der Karte entfällt. Die eSIM ließe sich, wie alle anderen Bauteile, in die Schaltung integrieren. Gerade für möglichst kleine Wearables wie SmartWatches wäre das von Vorteil. Für den Kunden seien die Vorteile fest verbauter SIMs hingegen sehr überschaubar. Zwar entfällt das Hantieren mit der SIM-Karte, dafür muss man mit den Funktionen vorlieb nehmen, die der Gerätehersteller vorgibt.

Die Registrierung einer eSIM soll über einen sogenannten Universal-Server laufen. Über diesen Server kann die eSIM dann das Profil ihres Mobilfunkbetreibers herunterladen und speichern. Den Universal-Server gibt es allerdings bislang nicht. Es wäre ideal, wenn der künftige Betreiber eine neutrale Stelle wäre und verpflichtet würde, jeden Anbieter aufzunehmen, der dies wünscht. Doch es wird wohl eher erwartet, dass die großen Netzbetreiber alles daran setzen werden, die bestehenden Machtverhältnisse am Markt zu festigen.

Das erste iPhone war zu Beginn auch nur exklusiv bei einem Anbieter erhältlich. Ähnliches könnte auch bei der eSIM passieren, wenn sich Netzbetreiber und Gerätehersteller davon einen Vorteil versprechen. Kleinere Mobilfunkanbieter könnten dann das Nachsehen haben. Damit dem Kunden auch mit einer eSIM überall auf der Welt die freie Wahl zwischen allen Angeboten bleibt, müssten Netzbetreiber, Gerätehersteller und SIM-Karten-Hersteller weltweit gemeinsame Strukturen vereinbaren.


Quelle: c\'t

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