Handy TV ist out! Nun kommt DVB-T. Der DMB-Netzstandard zum mobilen Fernsehen sollte mit dem
kommerziellen Start des UMTS-Netzes in Deutschland so richtig aufleben. Doch wirklich genutzt
wurde er nicht. Der einzige wirkliche Betreiber, der die für Handys aufbereiteten Videos über den
Äther schickte, hat zum 1. Mai 2008 seine Lizenz auslaufen lassen. Somit ist nun zumindest jenes
Handyfernsehen, welches uns im vermeintlichen Siegeszug von UMTS und HSDPA angepriesen wurde,
endgültig vorbei.
Aber Handy TV wird in einer anderen Form weiter leben - eigentlich auch logisch.
Wozu sollte man Videos zusätzlich in einem aufwändigen Verfahren für Handys aufbereiten
und komprimieren, wenn das Fernsehen ohnehin schon per
DVB-T
überall ausgestrahlt wird?
So gibt es bereits die ersten Handys mit eingebautem DVB-T Empfänger, die sich einfach
das Signal aus der Luft greifen, wie ein handelsüblicher Decoder umwandeln und am Display
darstellen.
Der große Vorteil für den Anwender liegt auf der Hand: Keine hohen Kosten mehr für das
teure Empfangen von UMTS-Inhalten und erst recht braucht man für DVB-T keinen entsprechenden
Highspeed-
Download-Vertrag. Vorbei sind also die Zeiten, in denen ganze Fernsehsendungen
zur Schonung des Geldbeutels auf eine Länge von 5 Minuten gekürzt wurden. Mit einem DVB-T
fähigen Handy lassen sich schließlich ganze Spielfilme ohne Aufpreis einfach empfangen.
Ab sofort bietet das Büdelsdorfer Unternehmen seinen eigenen, USB-Internet-Surfstick mit integriertem DVB-T-Empfänger zum Aktionspreis von nur einem Euro an. [
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